Die Munsters erobern die Kinoleinwände:

Munster Go HomeMunster, Go Home - in Deutschland unter dem Titel "Gespensterparty" bekannt, kam am 15. Juni 1966, kaum ein Jahr nachdem die Serie abgesetzt wurde, in die amerikanischen Kinos. Erstmals in TechniColor gedreht, kamen die Fans der Serie in den Genuß, Ihrer Lieblingsfamilie einmal in Farbe zu sehen.
Die Orginalbesetzung wurde soweit ebenfalls beibehalten, doch entschied man sich die Rolle der Marylin neu zu casten, um ein jüngeres Publikum anzusprechen. Die Wahl fiel auf Debbie Watson.

Handlungsabriss:

Hermans englischer Onkel verstarb und hinterließ dem Oberhaupt der Familie nicht nur den Titel "Lord Munster", sondern auch ein prächtiges Anwesen namens "Munster-Hall" im englischen Shroudshire.
Begeistert machen sich die Munsters auf den Weg nach England, um Ihr Erbe zu begutachten. Dort treffen sie auf Hermans Adoptivsippe, die ganz und garnicht davon begeistert sind, das Herman der neue Lord von Munster Hall sein soll. Somit beschließen Hermans Tante Effigie, zusammen mit Cousin Freddie und Cousine Grace, den Munsters das Leben schwer zu machen, um diese aus Munster Hall zu vertreiben. Leichter gesagt als getan. Wie jagd man einer Familie Angst ein, für die jeder Schrecken ein weiterer Grund zum bleiben ist?

Munster Go HomeObendrein müssen die Munsters feststellen, das Ihre englische Familie im Örtchen Shroudshire nicht sonderlich beliebt sind. So kommt es nach einigen Zwischenfällen zu einem finalen Rennen zwischen Herman und der Familie des Bürgermeisters, dessen Sohn sich in Marylin verguckt hat.

 

 

Pro und Contra:

Munster Go HomeEin Augenschmaus sonder gleichen, die belibteste Fernsehfamilie der 60ger in Farbe zusehen. Doch täuscht dies nicht über die seichte Handlung hinweg. Leider bleibt neben der Farbe, allein die aufschlussreichen Hintergründe zu Hermans Leben die einzigen neuen Elemente.
90% der Gags wurden aus den beiden Staffeln der Serie aufgewärmt und bieten dem Zuschauer nichts neues. Eine Kritik, welche sich die Produzenten der Serie schon zur Zeiten der Zweiten Staffel von Fred Gwynne und Al Lewis anhören mussten, doch leider nicht daraus gelernt hatten. Somit war es kaum verwunderlich, dass der Film an den Kinokassen nicht den gewünschten Erfolg brachte. Nichts desto trotz, eine gelungene Zusammenfassung der besten Munster-Gags in Farbe.

Fehler in der deutschen Synchonisation:

Munster Go HomeHolla, da haben die Synchronstudios aber nicht aufgepasst! Schade, wenn auch verzeihlich, dass man nicht die Sprecher der Serie genommen hat, deren Stimmen bestens zu den Figuren passten (was ist Grandpa ohne seinen Akzent), doch scheint auch die Namensgebung des wohl bekanntesten Haustiers der Munsters unwichtig erschienen zu sein. So wird aus Spot kurzerhand Felix (!?).
Bemerkenswert ist ebenfalls, das Eddie seine Cousine plötzlich "Schwesterchen" nennt... Da hätte man sich doch mal lieber zuvor mit der Serie befasst, bevor man die Texte für die deutschen Sprecher schreibt.